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Aktivitäten
Unsere Arbeit mit AIDS Waisen in Kambuzuma
Kambuzuma ist ein Armenviertel am südwestlichen Rand von Harare. In den ca. 1000 kleinen Einfamilienhäusern mit jeweils drei Zimmern, die hier Anfang der 1960er Jahre gebaut wurden, leben heute zwischen 3 und 5 Familien pro Haus. Über die Hälfte der Bevölkerung in Kambuzuma ist HIV positiv oder AIDS-krank. Häufig ist die gesamte Elterngeneration durch die Krankheit gestorben.
Hier, in diesem benachteiligten Viertel, betreut KAITE zusammen mit einem engagierten einheimischen Ehepaar 30 Waisenkinder im Alter von 4-18 Jahren. Diese Kinder wachsen unter extrem belastenden Umständen auf, meist bei den Großeltern, entfernten Tanten oder Onkels, einige sogar ohne jede Begleitung in kindergeführten Haushalten. Einige dieser Kinder sind bereits HIV+. Die Nöte der Waisen bleiben in diesen Kontexten oft verborgen. Zeit zum Trauern geht im alltäglichen Überlebenskampf unter.
Mit 1,6 Mio. Waisenkindern (jedes vierte Kind) hat Simbabwe die weltweit höchste Rate an Kindern, die ohne Eltern aufwachsen müssen.
Das Projekt bekam von der Stadt ein Areal zur Verfügung gestellt, auf dem gemeinsam mit den Kindern ein ökologischer Kräuter- und Gemüsegarten anlegt wurde. Dank bewilligter Projektgelder der deutschen Botschaft in Harare und des Förderkreis „Eine Welt im Auswärtigen Amt e.V." konnte auch ein „drop in center“ aus Holz errichtet und ein Wassertank gekauft werden, der zur Bewässerung des Gartens in der Trockenzeit dringend benötigt wird.

Im Garten lernen die AIDS-Waisen spielerisch den Umgang mit den Nutz- und Heilpflanzen und Aspekte der ökologischen Landwirtschaft. Einmal pro Woche werden die Kinder nach der anfallenden Gartenarbeit verköstigt. Dabei verwenden wir unser eigenes Gemüse. Die Treffen im Garten geben den Kindern zudem die Möglichkeit, Gemeinschaft jenseits ihrer meist prekären Familiensituation zu erleben. Hier gibt es Erwachsene, denen sie ihre Probleme anvertrauen können, und andere Kinder, die ähnliche Erfahrungen wie sie gemacht haben. In dieser Umgebung bekommen die Kinder alle Aufmerksamkeit. Das „drop in center“ eröffnet uns nun weitere Möglichkeiten. Zum einen ist es Rückzugsraum während der Regenzeit, zum anderen dient es als „alternatives Klassenzimmer“. Es finden bereits regelmäßige Treffen rund um das Thema Gesundheit und unseren Körper statt, ein kindergerechtes Programm „Häusliche Krankenpflege“ wurde erstellt, Hausaufgaben- bzw. anderweitige Nachmittagsbetreuung findet statt und es besteht regelmäßig einmal pro Woche die Möglichkeit, milieuspezifische Themen und Probleme entweder in der Gruppe oder im Einzelgespräch zu klären. Alle HIV+ Kinder und Jugendlichen werden zudem speziell auf ihrem Weg begleitet.
Neben der Arbeit im Garten organisiert KAITE Ausflüge mit den Kindern in die nähere Umgebung. Die Schulgebühren werden übernommen, wir sorgen für Schreibmaterial und Schuluniformen, Spielzeug für das „drop in center“ und kümmern uns um Medikamente, HIV Status und Arztrechnungen.